Skip navigation

Vortrag: 26. September 1938: Eisenbahnkatastrophe im Bahnhof Borken


Am frühen Abend des 26. September 1938 ereignete sich im Borkener Bahnhof nahe dem Stellwerk am Dülmener Weg ein schweres Eisenbahnunglück, das die Bevölkerung mit einem lauten Knall und einem gewaltigen Krachen aufschreckte. Eine Rangierlok war mit einem einfahrenden Personenzug zusammengestoßen. An der Unfallstelle bot sich ein Bild des Grauens. Die Lok des Personenzuges war aus den Schienen gesprungen. Der erste Personenwagen wurde auf die Lok gedrückt, wobei zwei Achsen abrissen, auf diesen türmte sich der zweite Personenwagen. Beide Wagen waren fest ineinander verkeilt und hatten sich von den folgenden Wagen abgetrennt. Der Oberbau war stark in Mitleidenschaft gezogen, die Gleise zum Teil verworfen. Nicht weniger als 18 Todesopfer, darunter der damalige NSDAP-Bürgermeister, mehrere Schwerverletzte und 26 Leichtverletzte waren am Ende zu beklagen.
Der ehemalige Eisenbahner und Berufsschullehrer Ingo Bergsdorf hat den weitaus schwersten Unfall der jüngeren Stadtgeschichte eingehend erforscht. Er zeichnet die Rettungsmaßnahmen nach, erörtert die Unfallursachen, beschreibt die öffentliche Trauerfeier, die die NSDAP ideologisch zu vereinnahmen suchte, und geht auf die menschlichen Folgen für die Hinterbliebenen ein, unter denen sich viele Kinder befanden.
Vortrag mit Abendkasse.
Mittwoch, 06.03.2019
19:30–21:00 Uhr
Dozentin/Dozent Ingo Bergsdorf
Zeitraum/Dauer 2019-03-06T19:30:00 06.03.2019 19:30–21:00 Uhr
Vortrag mit Abendkasse.
Ort VHS Forum
Heidener Str. 88
46325 Borken
Entgelt 6,00 €
Plätze noch genügend Plätze frei max. Teilnehmerzahl: 50
Kursnummer 10203BO