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Vortrag: Shoah-Überlebender und Gerechtigkeit Suchender

Das zweite Leben des Erich Haas in Borken


Erich Haas, bis 1938 Mitinhaber einer von seinem Vater und seinem Onkel aufgebauten internationalen Furniergroßhandlung in Borken, floh mit Unterstützung einer befreundeten Bauersfamilie wenige Tage nach der Pogromnacht im November 1938 in die Niederlande, konnte seine Frau und seine drei kleinen Söhne aber trotz intensiver Bemühungen nicht nachholen. Nach der deutschen Okkupation saß er im SS-Durchgangslager Westerbork fest, entging aber bis zum Schluss den von dort aus organisierten Deportationen in die Vernichtungslager. Seine Frau Ruth und seine Kinder dagegen wurden im KZ Majdanek ermordet. Nach der Befreiung der Niederlande entschloss sich Erich Haas, nach Borken zurückzukehren, für die Rückerstattung des geraubten Familienbesitzes zu streiten und sich für die Wiederherstellung des Rechts einzusetzen. Mit Erfolg vertrat er auch die Belange der untergegangenen Jüdischen Gemeinde, deren Vorsitzender sein 1942 verstorbener Vater gewesen war, verlangte die Wiederherstellung der verwüsteten jüdischen Friedhöfe und stellte diejenigen Borkener zur Rede, die sich an der Versteigerung des Hausrates bereichert hatten ...
Mittwoch, 10.04.2019
19:30–21:00 Uhr
Dozentin/Dozent Hartmut Bringmann
Zeitraum/Dauer 2019-04-10T19:30:00 10.04.2019 19:30–21:00 Uhr
Vortrag mit Abendkasse.
Ort VHS Forum
Heidener Str. 88
46325 Borken
Entgelt 6,00 €
Plätze noch genügend Plätze frei max. Teilnehmerzahl: 50
Kursnummer 10204BO