Skip navigation

Vortrag: Das Andenken verlängern

Was Grabsteine von jüdischen Lebensgeschichten erzählen


„Auf Ewigkeit angelegt. Das Grab für alle Zeiten Eigentum des Toten“, so hat die Schriftstellerin Barbara Bronnen ein Grundprinzip jüdischer Begräbniskultur beschrieben. Das gilt auch für die beiden
Friedhöfe, die die jüdischen Gemeinden Borken und Gemen bis zu ihrer Zerstörung während der Herrschaft der Nationalsozialisten besessen, genutzt und gepflegt haben. Das älteste erhaltene Grab ist in Borken rund 125 Jahre alt und zählt zu den Grabstätten einer Generation, die bereits das 19. Jahrhundert weitgehend durchlebt hat. So wurde Salomon Windmüller 1816 geboren, Esther Hirsch und Philippine Braunstein kamen 1819 zur Welt. Zu den meisten der gut 90 Borkener und Gemener Grabsteine können Lebensgeschichten erzählt werden, die auch die fortschreitende Integration der jüdischen Gemeinden in das kommunale Leben greifbar machen.
Der Theologe und Pädagoge Walter Schiffer (Borken) hat die erhalten gebliebenen hebräischen Inschriften mittlerweile sorgfältig dokumentiert und ins Deutsche übersetzt. Weiß man die formelhafte Sprache zu interpretieren, so gewinnt man interessante Aufschlüsse über die Persönlichkeit der Verstorbenen. Vertiefende Informationen zu ausgewählten Lebens- und Familiengeschichten tragen Mechtild Schöneberg (Arbeitskreis jüdische Geschichte in Borken und Gemen) und Dr. Norbert Fasse (Stadtarchiv Borken) bei.
Mittwoch, 18.09.2019
19:30–21:00 Uhr
Dozentin/Dozent Walter Schiffer M.A., M.Th.
Zeitraum/Dauer 2019-09-18T19:30:00 18.09.2019 19:30–21:00 Uhr
Vortrag mit Abendkasse.
Ort VHS Forum
Heidener Str. 88
46325 Borken
Entgelt 6,00 €
Plätze noch genügend Plätze frei max. Teilnehmerzahl: 60
Kursnummer 10301BO