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Vortrag: So also ist der Westfale

Westfalen-Versteher von 1474 bis heute


Für den jüngst verstorbenen Satiriker Wiglaf Droste waren die Westfalen unserer Tage melancholische, sentimentale Wesen mit katholischer Prägung, die aber durchaus zur Komik neigen. Ernsthafte wie humoristische Aussagen über die vermeintliche Wesensart „des“ Westfalen haben eine lange Tradition, wie ein anregender und vergnüglicher Sammelband zeigt, den Peter Wittkampf im vergangenen Jahr veröffentlicht hat. Als Mitglied der Geographischen Kommission für Westfalen und Träger des LWL-Förderpreises für westfälische Landeskunde hat er Texte von Autoren aufgespürt, die von dem Karthäusermönch Werner Rolevinck (* 1425) über Friedrich den Großen, Annette von Droste Hülshoff und Augustin Wibbelt bis Konrad Beikircher reichen.
Die innerwestfälischen Unterschiede zwischen Münsterländern, Ostwestfalen, Sauer- und Siegerländern und Menschen im östlichen Ruhrgebiet werden gebührend berücksichtigt. Und da der Herausgeber des Bandes bekennt, selbst ein Westfale und daher „äußerst wortkarg“ zu sein, bringt er eine Auswahl seiner Autoren zu Gehör und regt ganz beiläufig zur gelassenen Bewertung aufgeregter Debatten um kollektive Identitäten und „Leitkulturen“ an.
Mittwoch, 27.11.2019
19:30–21:00 Uhr
Dozentin/Dozent Peter Wittkampf
Zeitraum/Dauer 2019-11-27T19:30:00 27.11.2019 19:30–21:00 Uhr
Vortrag mit Abendkasse.
Ort VHS Forum
Heidener Str. 88
46325 Borken
Entgelt 6,00 €
Plätze noch genügend Plätze frei max. Teilnehmerzahl: 60
Kursnummer 10304BO