Skip navigation

Lese- und Rechtschreibförderung bei der VHS Borken

Studentin der Uni Münster führt Untersuchung im Rahmen ihrer Masterarbeit durch

Menschen, denen das Lesen und Schreiben nicht leichtfällt, sind nicht nur für die Volkshochschule ein wichtiges Thema – auch in der Ausbildung angehender Erziehungswissenschaftlerinnen und Erziehungswissenschaftler spielt geringe Literalität, auch bekannt als funktionaler Analphabetismus, eine große Rolle. Aus diesem Grund hat sich im Herbst letzten Jahres die Studentin Sophia Henneke an uns gewandt, da sie im Rahmen ihrer Mastarbeit im Fach Erziehungswissenschaft an der Universität Münster auf der Suche nach Kursleitenden von Lese- und Schreibkursen im Münsterland war, um mit ihnen Interviews zu führen und diese anschließend für Ihre Arbeit auszuwerten. Im Zuge dessen ist Frau Henneke auf die Angebote der Volkshochschule Borken gestoßen und hat sich auf den Weg zu uns gemacht, um sich mit unserer Kursleiterin Claudia Tombeil als Expertin aus der Praxis auszutauschen. Dabei ging es vor allem um die Planung und Gestaltung des Unterrichts im Hinblick auf die Bedeutung der Lebenswelt der Teilnehmenden sowie eine Einschätzung zur Orientierung am familiären Umfeld in der Bildungsarbeit. Da bisher leider nur ein Bruchteil der sogenannten gering literalisierten Menschen an den Angeboten zum Lesen- und Schreibenlernen teilnimmt, könnte eine stärkere Orientierung an der Familie als wichtigem Ankerpunkt der Lebenswelt helfen, mehr Menschen für die Kurse zu gewinnen und die Kurse entsprechend der Anliegen und Interessen der Teilnehmenden zu gestalten. So können Kinder oder Enkelkinder und der Wunsch danach, ihnen vorlesen zu können, motivierend sein, um den Schritt in den Lese- und Schreibkurs zu wagen.

Aufmerksam geworden ist Frau Henneke auf das Thema der geringen Literalität einerseits im Zuge ihres Studiums und andererseits durch ihren Nebenjob als studentische Mitarbeiterin in der Arbeitsgruppe Erwachsenenbildung/Weiterbildung der Universität Münster, da sie dort im Forschungsprojekt „DiAnA“ aktiv ist, das Menschen mit Lese- und Schreibschwierigkeiten den Weg in den Kurs erleichtern möchte. Dazu untersucht das Projekt digitale Wege, auf denen Menschen angesprochen und erreicht werden können, um besser lesen und schreiben zu lernen und so noch aktiver und selbstbestimmter am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben.

Bei der VHS Borken läuft aktuell ein Kurs zur Lese- und Rechtschreibförderung mit der Dozentin Claudia Tombeil.

Wenn Sie sich ganz unverbindlich informieren möchten, melden Sie sich gerne telefonisch in unserem VHS Sekretariat unter 02861/939 238.

Foto: Sophia Henneke (Uni Münster), Claudia Tombeil (Dozentin VHS Borken), Timo Bertelwick (VHS-Leiter)